Was ist ein Incoterm?
Ein Incoterm ist eine standardisierte Handelsklausel für Kaufverträge über Waren. Die Regeln werden von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht und dienen als gemeinsame Sprache zwischen Verkäufern, Käufern, Spediteuren, Frachtführern, Zollagenten und Versicherern. Bei innergemeinschaftlichen Lieferketten, etwa im innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft, ist die Incoterm-Wahl entscheidend für die Transportzuordnung.
Ein Incoterm beantwortet im Kern vier Fragen:
Wer organisiert den Transport?
Wer trägt Transport-, Lade-, Versicherungs-, Export- und Importkosten?
Wo geht das Risiko für Verlust oder Beschädigung vom Verkäufer auf den Käufer über?
Wer stellt die Dokumente für Versand, Zollabfertigung und Lieferung bereit?
Incoterms können in internationalen und auch in nationalen Warenverkäufen verwendet werden. Ihr Nutzen bleibt derselbe: Sie reduzieren Grauzonen bei der Lieferung.
Was Incoterms regeln und was nicht
Incoterms sind kein Ersatz für einen vollständigen Vertrag. Sie regeln nur einen Teil der kommerziellen und logistischen Beziehung.
| Incoterms regeln | Incoterms regeln nicht |
| Verteilung der Transportkosten | Eigentumsübergang an der Ware |
| Vertraglichen Lieferpunkt | Preis, Zahlungsbedingungen und Vertragsstrafen |
| Übergang des Transportrisikos | Produktkonformität, Gewährleistung und Qualitätsstreitigkeiten |
| Bestimmte Dokumentenpflichten | Anwendbares Recht und Gerichtsstand |
| Export- und Importformalitäten je nach Klausel | Umsatzsteuerliche Einordnung der Lieferung allein |
| Transportversicherung bei CIP und CIF | Vollständige steuerliche Meldepflichten |
Der Punkt ist wichtig: Ein Incoterm kann die Zoll- und Umsatzsteueranalyse stark beeinflussen, bestimmt sie aber nicht allein. Für die korrekte Behandlung zählen auch Warenfluss, Abgangsland, Bestimmungsland, Kundenstatus, Importeur der Aufzeichnung, Zollbelege und Rechnung. Zusätzliche Nachweisanforderungen bei EU-Lieferungen ergeben sich aus den Quick Fixes 2020.
Die 11 Incoterms 2020 im Überblick
Incoterms 2020 umfasst 11 Regeln. Sieben Regeln können für jeden Verkehrsträger eingesetzt werden. Vier Regeln sind nur für See- und Binnenschiffstransporte bestimmt.
| Incoterm | Vollständige Bezeichnung | Transport | Kurzlogik |
| EXW | Ex Works | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer stellt die Ware bereit. Der Käufer trägt fast alles. |
| FCA | Free Carrier | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer übergibt die Ware dem vom Käufer benannten Frachtführer. |
| CPT | Carriage Paid To | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer zahlt den Transport bis zum Zielort, das Risiko geht früher über. |
| CIP | Carriage and Insurance Paid To | Alle Verkehrsträger | Wie CPT, aber mit Transportversicherung durch den Verkäufer. |
| DAP | Delivered At Place | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer liefert an den benannten Ort, ohne Entladung und ohne Importabfertigung. |
| DPU | Delivered at Place Unloaded | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer liefert und entlädt am benannten Ort. |
| DDP | Delivered Duty Paid | Alle Verkehrsträger | Der Verkäufer übernimmt auch Importabfertigung, Zölle und Importabgaben. |
| FAS | Free Alongside Ship | See/Binnenschiff | Lieferung längsseits des Schiffes im Verschiffungshafen. |
| FOB | Free On Board | See/Binnenschiff | Lieferung, sobald die Ware an Bord des Schiffes verladen ist. |
| CFR | Cost and Freight | See/Binnenschiff | Verkäufer zahlt Seefracht, Risiko geht im Abgangshafen über. |
| CIF | Cost, Insurance and Freight | See/Binnenschiff | Wie CFR, aber mit Transportversicherung durch den Verkäufer. |
Multimodale Incoterms
Multimodale Regeln eignen sich für Straße, Luft, Schiene, Containerseefracht oder kombinierte Transporte. Für die meisten modernen Lieferketten sind sie der natürliche Ausgangspunkt.
EXW - Ex Works
Bei EXW stellt der Verkäufer die Ware in seinen Räumen oder an einem benannten Ort bereit. Der Käufer organisiert Abholung, Verladung, Transport, Ausfuhr, Einfuhr und finale Zustellung.
EXW wirkt für den Verkäufer einfach, ist bei Exporten aber riskant. Wenn der Käufer die Ausfuhr steuert, erhält der Verkäufer nicht immer belastbare Ausfuhrnachweise. Ohne sauberen Ausfuhrnachweis kann die Steuerbefreiung einer Ausfuhrlieferung angreifbar werden.
FCA - Free Carrier
Bei FCA liefert der Verkäufer die Ware an den vom Käufer benannten Frachtführer. Der Ort kann das Werk des Verkäufers, ein Lager oder ein Terminal sein.
FCA ist bei Exporten oft sauberer als EXW, weil der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und die Exportdokumente besser kontrollieren kann. Für Containerverkehre ist FCA häufig die präzisere Alternative zu FOB.
CPT - Carriage Paid To
Bei CPT bezahlt der Verkäufer den Haupttransport bis zum vereinbarten Bestimmungsort. Das Risiko geht jedoch bereits bei Übergabe an den ersten Frachtführer auf den Käufer über.
Kosten und Risiko laufen hier also auseinander. Genau diese Trennung wird in der Praxis oft falsch verstanden.
CIP - Carriage and Insurance Paid To
CIP funktioniert wie CPT, zusätzlich muss der Verkäufer eine Transportversicherung zugunsten des Käufers abschließen. In Incoterms 2020 ist der Versicherungsschutz bei CIP höher angesetzt als bei CIF.
CIP passt, wenn der Käufer möchte, dass der Verkäufer Transport und eine stärkere Versicherung organisiert, ohne dass der Risikoübergang erst am Zielort erfolgt.
DAP - Delivered At Place
Bei DAP liefert der Verkäufer die Ware an den benannten Bestimmungsort. Die Ware steht zur Entladung bereit, aber Entladung und Importabfertigung liegen grundsätzlich beim Käufer.
DAP ist oft sinnvoll, wenn der Verkäufer den Transport bis zum Kunden steuern will, ohne im Bestimmungsland Importeur zu werden. Der Käufer muss aber wissen, dass Einfuhrabgaben, Einfuhrumsatzsteuer und Zollabfertigungsgebühren bei Ankunft auf ihn zukommen können.
DPU - Delivered at Place Unloaded
Bei DPU liefert der Verkäufer die Ware entladen am vereinbarten Ort. Das ist die einzige Incoterms-2020-Regel, bei der die Entladung ausdrücklich beim Verkäufer liegt.
Operativ ist DPU anspruchsvoller als DAP: Der Verkäufer muss sicherstellen, dass er die Entladung am konkreten Ort tatsächlich organisieren kann.
DDP - Delivered Duty Paid
Bei DDP trägt der Verkäufer die maximale Verpflichtung. Er liefert in das Bestimmungsland, übernimmt Importabfertigung sowie Zölle und Importabgaben.
DDP ist aus Kundensicht komfortabel, aber steuerlich heikel. Der Verkäufer kann zum Importeur der Aufzeichnung werden oder eine lokale Umsatzsteuerregistrierung, einen Fiskalvertreter, die Abwicklung der Einfuhrumsatzsteuer und eine saubere Zollstruktur benötigen.
Bitte prüfen Sie die aktuellen Vorschriften vor der Umsetzung mit einem Steuerberater.
DDP sollte nie als reine Vertriebsklausel gewählt werden. Vorher muss klar sein, wer auf der Zollanmeldung als Importeur erscheint, wer die Einfuhrumsatzsteuer zahlt, ob sie abzugsfähig ist und ob im Zielland eine lokale Registrierung erforderlich wird.
Incoterms nur für See- und Binnenschiffstransporte
FAS, FOB, CFR und CIF sind auf See- und Binnenschiffstransporte beschränkt. Sie sind nicht für Luftfracht, Straßentransport oder Container geeignet, die bereits vor der tatsächlichen Verladung an Bord in einem Terminal übergeben werden.
FAS - Free Alongside Ship
Bei FAS liefert der Verkäufer die Ware längsseits des Schiffes im Verschiffungshafen. Ab diesem Punkt übernimmt der Käufer Verladung an Bord, Seefracht und Risiko.
FAS wird vor allem bei schweren, losen oder nicht containerisierten Waren genutzt.
FOB - Free On Board
Bei FOB liefert der Verkäufer, sobald die Ware im Verschiffungshafen an Bord des Schiffes geladen ist. Das Risiko geht genau zu diesem Zeitpunkt über.
FOB ist bekannt, wird aber häufig falsch für Container verwendet. Wenn der Container an ein Terminal übergeben wird, ist FCA in der Regel konsistenter.
CFR - Cost and Freight
Bei CFR zahlt der Verkäufer die Seefracht bis zum Bestimmungshafen. Das Risiko geht jedoch bereits mit der Verladung an Bord im Abgangshafen über.
Wie bei CPT gilt: Transportkosten und Transportrisiko sind zu trennen.
CIF - Cost, Insurance and Freight
CIF entspricht CFR, ergänzt um eine vom Verkäufer abgeschlossene Transportversicherung. Die Regel bleibt ausschließlich maritim.
CIF ist typisch für Rohstoffe, Massengüter und bestimmte traditionelle Seefrachtgeschäfte. Für E-Commerce, Paketversand oder Luftfracht ist CIF nicht die richtige Klausel.
Verkäufer oder Käufer: wer trägt was?
| Incoterm | Haupttransport | Versicherung | Ausfuhrformalitäten | Einfuhrformalitäten | Hauptrisiko |
| EXW | Käufer | Käufer | Käufer | Käufer | Käufer ab Bereitstellung |
| FCA | Käufer | Käufer | Verkäufer | Käufer | Käufer ab Übergabe an Frachtführer |
| CPT | Verkäufer | Käufer | Verkäufer | Käufer | Käufer ab Übergabe an ersten Frachtführer |
| CIP | Verkäufer | Verkäufer | Verkäufer | Käufer | Käufer ab Übergabe an ersten Frachtführer |
| DAP | Verkäufer | Laut Vertrag | Verkäufer | Käufer | Verkäufer bis zum benannten Ort |
| DPU | Verkäufer | Laut Vertrag | Verkäufer | Käufer | Verkäufer bis zur Entladung |
| DDP | Verkäufer | Laut Vertrag | Verkäufer | Verkäufer | Verkäufer bis zum benannten Ort |
| FAS | Käufer | Käufer | Verkäufer | Käufer | Käufer, wenn Ware längsseits Schiff steht |
| FOB | Käufer | Käufer | Verkäufer | Käufer | Käufer, wenn Ware an Bord ist |
| CFR | Verkäufer | Käufer | Verkäufer | Käufer | Käufer, wenn Ware an Bord ist |
| CIF | Verkäufer | Verkäufer | Verkäufer | Käufer | Käufer, wenn Ware an Bord ist |
Incoterms, Zoll und Umsatzsteuer
Der Incoterm sollte immer mit Zoll, Finance und VAT abgestimmt werden. Ein falsch gewählter Incoterm kann operative Reibung, nicht abzugsfähige Einfuhrumsatzsteuer oder ungeplante Registrierungspflichten auslösen.
Der Incoterm bestimmt die Umsatzsteuer nicht allein
Die Umsatzsteuer hängt unter anderem vom Abgangsort, Bestimmungsort, Kundenstatus, B2B- oder B2C-Kontext, Importeur der Aufzeichnung, den Zollbelegen und dem tatsächlichen Warenfluss ab. Der Incoterm ist ein wichtiges Vertragsindiz, aber keine eigenständige Steuerregel. Einen Überblick der anwendbaren Steuersätze bietet unsere Tabelle der Mehrwertsteuersätze in der EU.
EXW kann den Ausfuhrnachweis schwächen
Bei EXW steuert häufig der Käufer Abholung und Formalitäten. Wenn der Verkäufer die Ausgangsbelege nicht zurückerhält, kann er eine steuerfreie Ausfuhrlieferung schlechter nachweisen.
Für Exporte aus der Europäischen Union ist FCA oft robuster als EXW, wenn der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und die Exportdokumentation absichern muss.
DDP kann lokale Umsatzsteuerpflichten auslösen
Bei DDP übernimmt der Verkäufer die Importabfertigung sowie Zölle und Steuern. Je nach Zielland kann ihn das in die Rolle des Importeurs der Aufzeichnung bringen oder eine lokale Umsatzsteuerregistrierung beziehungsweise Fiskalvertretung erforderlich machen.
Vor DDP sollten mindestens diese Punkte geklärt sein:
Wer wird auf der Zollanmeldung als Importeur der Aufzeichnung genannt?
Wer zahlt die Einfuhrumsatzsteuer?
Ist die Einfuhrumsatzsteuer für diese Partei abzugsfähig?
Ist eine lokale Umsatzsteuerregistrierung nötig?
Akzeptiert der Kunde DAP oder eine andere Regel, wenn DDP steuerlich zu schwer wird?
DAP begrenzt häufig die Importexposition des Verkäufers
Bei DAP behält der Verkäufer die Kontrolle über den Transport bis zum vereinbarten Ort. Der Käufer bleibt aber für Einfuhr, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer verantwortlich.
Das ist oft der bessere Kompromiss, wenn der Verkäufer eine klare Kundenzustellung anbieten will, ohne im Zielland import- und umsatzsteuerlich sichtbar zu werden.
Incoterms müssen vollständig auf den Dokumenten stehen
Damit Vertrag, Bestellung, Rechnung und Transportdokumente zusammenpassen, sollte die Klausel immer vollständig geschrieben werden:
Incoterm + genauer Ort + Version.
Beispiele:
FCA Hamburg, Deutschland - Incoterms 2020DAP Wien, Österreich - Incoterms 2020DDP Berlin, Deutschland - Incoterms 2020CIF Hafen Casablanca, Marokko - Incoterms 2020
Ein Incoterm ohne präzisen Ort ist unvollständig. DAP Deutschland oder FOB Europa reicht nicht.
Wie wählt man den richtigen Incoterm?
Die passende Klausel hängt vom gewünschten Kontrollniveau des Verkäufers, der Importfähigkeit des Käufers, dem Verkehrsträger und den steuerlichen Pflichten im Bestimmungsland ab.
| Situation | Häufig passende Klausel | Kritischer Punkt |
| Export mit vom Käufer benanntem Frachtführer | FCA | Ausfuhrnachweise sichern |
| Verkäufer organisiert Transport, aber keinen Import | DAP | Käufer über Abgaben bei Ankunft informieren |
| Verkäufer bietet Lieferung inklusive Import an | DDP | VAT-Registrierung, Zollrolle und Vorsteuerabzug prüfen |
| Containertransport | FCA, CPT, CIP, DAP | FOB/CIF vermeiden, wenn Übergabe im Terminal erfolgt |
| Massengut oder lose Ware im Hafen | FOB, CFR, CIF | Nur für See- oder Binnenschiff nutzen |
| Ware muss entladen auf der Baustelle stehen | DPU | Entladefähigkeit vorab bestätigen |
Wählen Sie den Incoterm nicht isoliert in Sales oder Logistik. Prüfen Sie ihn zusammen mit Rechnungstext, Zollanmeldung, Ausfuhrnachweis, Importeur der Aufzeichnung und Einfuhrumsatzsteuer. Die meisten Probleme entstehen nicht durch die Klausel selbst, sondern durch Widersprüche zwischen Vertrag, Warenfluss und Steuerbehandlung.
Häufige Fehler bei Incoterms
Der erste Fehler ist die Wahl nach Gewohnheit. FOB und CIF werden noch immer zu breit verwendet, obwohl sie nur für See- und Binnenschiffstransporte gedacht sind.
Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Transportkosten und Risikoübergang. Bei CPT, CIP, CFR und CIF zahlt der Verkäufer den Haupttransport, obwohl das Risiko deutlich früher auf den Käufer übergehen kann.
Der dritte Fehler ist DDP ohne Vorprüfung. Die Klausel klingt kundenfreundlich, kann aber für den Verkäufer teuer werden, wenn Zollrolle, Umsatzsteuerregistrierung und Abzug der Einfuhrumsatzsteuer nicht sauber vorbereitet sind.
Der vierte Fehler ist ein ungenauer Lieferort. Jeder Incoterm muss an einen konkreten geografischen Punkt gebunden sein: Werk, Lager, Terminal, Hafen, Kundenadresse oder benannter Bestimmungsort.
Fazit
Incoterms 2020 sind unverzichtbar, um Warenverkäufe sauber zu strukturieren. Sie definieren Lieferung, Kosten und Risikoübergang, ersetzen aber keine Zoll-, Umsatzsteuer- oder Vertragsanalyse.
Für internationale Unternehmen ist der richtige Reflex: Incoterm, Logistikschema, Rechnung, Zollanmeldung und Umsatzsteuerbehandlung gemeinsam festlegen. Genau diese Kohärenz verhindert Streitfälle, unerwartete Kosten und spätere Steuerkorrekturen. Siehe unseren Leitfaden zu EORI.
Siehe auch: Umsatzsteuer internationaler Transport
Häufige Fragen
Welche Incoterms-Version gilt aktuell?
Die aktuelle Referenz ist Incoterms 2020. Sie ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten und umfasst 11 Regeln.
Wie viele Incoterms 2020 gibt es?
Es gibt 11 Incoterms 2020: EXW, FCA, CPT, CIP, DAP, DPU, DDP, FAS, FOB, CFR und CIF.
Was ist der Unterschied zwischen DAP und DDP?
Bei DAP trägt der Käufer grundsätzlich Importabfertigung, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer. Bei DDP übernimmt der Verkäufer zusätzlich diese Importpflichten und Abgaben.
Welcher Incoterm ist für einen Export sinnvoll?
FCA ist bei Exporten oft belastbarer als EXW, weil der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und den Ausfuhrnachweis besser absichern kann.
Bestimmen Incoterms die Umsatzsteuer?
Nein. Incoterms beeinflussen die Analyse, aber die Umsatzsteuer hängt vom realen Warenfluss, den Ländern, dem Kundenstatus, dem Importeur der Aufzeichnung und den Belegen ab.
Warum ist EXW bei Ausfuhren riskant?
Bei EXW organisiert der Käufer häufig Abholung und Ausfuhr. Der Verkäufer erhält dann nicht immer die nötigen Ausfuhrnachweise für eine steuerfreie Ausfuhrlieferung.
Dürfen FOB und CIF für Luftfracht genutzt werden?
Nein. FOB und CIF sind nur für See- und Binnenschiffstransporte vorgesehen. Für Luftfracht, Straße oder multimodale Transporte kommen etwa FCA, CPT, CIP, DAP, DPU oder DDP infrage.
Wie muss ein Incoterm auf der Rechnung stehen?
Die Angabe sollte Regel, genauen Ort und Version enthalten, zum Beispiel `DAP München, Deutschland - Incoterms 2020`.