Incoterms 2020: Liste, Bedeutung und Pflichten im Handel

Incoterms 2020: Liste, Bedeutung und Pflichten im Handel

10 Min. Lesezeit Aktualisiert am

Incoterms 2020 legen fest, wie Kosten, Risiken und logistische Pflichten zwischen Verkäufer und Käufer bei Warenlieferungen verteilt werden. Sie ersetzen keinen Kaufvertrag, schaffen aber Klarheit an der entscheidenden Stelle: Wer organisiert was, wer zahlt was und ab welchem Punkt geht das Transportrisiko über? Ausländische Unternehmen können einen Fiskalvertreter in Frankreich mit ihrer umsatzsteuerlichen Registrierung und ihren Meldungen beauftragen.

Für international tätige Unternehmen ist der Incoterm nie nur eine Logistikfrage. EXW kann den Ausfuhrnachweis erschweren. DAP und DDP führen zu völlig unterschiedlichen Import- und Umsatzsteuerfolgen. CIF passt nicht zu jedem Transportweg. Dieser Leitfaden ordnet die 11 Incoterms 2020 ein und zeigt, worauf Sie bei Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Importeur der Aufzeichnung achten sollten.

Illustration folk : porte-conteneurs, grue, camion et avion — Incoterms
Incoterms 2020

Simulator für Incoterms-Verantwortlichkeiten

Verstehen Sie, wer — Verkäufer oder Käufer — den Transport organisiert, das Risiko trägt sowie Zoll und Umsatzsteuer je Incoterm übernimmt. Wählen Sie Ihren Ausgangspunkt.

Was ist ein Incoterm?

Ein Incoterm ist eine standardisierte Handelsklausel für Kaufverträge über Waren. Die Regeln werden von der Internationalen Handelskammer (ICC) veröffentlicht und dienen als gemeinsame Sprache zwischen Verkäufern, Käufern, Spediteuren, Frachtführern, Zollagenten und Versicherern. Bei innergemeinschaftlichen Lieferketten, etwa im innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft, ist die Incoterm-Wahl entscheidend für die Transportzuordnung.

Ein Incoterm beantwortet im Kern vier Fragen:

  • Wer organisiert den Transport?

  • Wer trägt Transport-, Lade-, Versicherungs-, Export- und Importkosten?

  • Wo geht das Risiko für Verlust oder Beschädigung vom Verkäufer auf den Käufer über?

  • Wer stellt die Dokumente für Versand, Zollabfertigung und Lieferung bereit?

Incoterms können in internationalen und auch in nationalen Warenverkäufen verwendet werden. Ihr Nutzen bleibt derselbe: Sie reduzieren Grauzonen bei der Lieferung.

Was Incoterms regeln und was nicht

Incoterms sind kein Ersatz für einen vollständigen Vertrag. Sie regeln nur einen Teil der kommerziellen und logistischen Beziehung.

Incoterms regelnIncoterms regeln nicht
Verteilung der TransportkostenEigentumsübergang an der Ware
Vertraglichen LieferpunktPreis, Zahlungsbedingungen und Vertragsstrafen
Übergang des TransportrisikosProduktkonformität, Gewährleistung und Qualitätsstreitigkeiten
Bestimmte DokumentenpflichtenAnwendbares Recht und Gerichtsstand
Export- und Importformalitäten je nach KlauselUmsatzsteuerliche Einordnung der Lieferung allein
Transportversicherung bei CIP und CIFVollständige steuerliche Meldepflichten

Der Punkt ist wichtig: Ein Incoterm kann die Zoll- und Umsatzsteueranalyse stark beeinflussen, bestimmt sie aber nicht allein. Für die korrekte Behandlung zählen auch Warenfluss, Abgangsland, Bestimmungsland, Kundenstatus, Importeur der Aufzeichnung, Zollbelege und Rechnung. Zusätzliche Nachweisanforderungen bei EU-Lieferungen ergeben sich aus den Quick Fixes 2020.

Die 11 Incoterms 2020 im Überblick

Incoterms 2020 umfasst 11 Regeln. Sieben Regeln können für jeden Verkehrsträger eingesetzt werden. Vier Regeln sind nur für See- und Binnenschiffstransporte bestimmt.

IncotermVollständige BezeichnungTransportKurzlogik
EXWEx WorksAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer stellt die Ware bereit. Der Käufer trägt fast alles.
FCAFree CarrierAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer übergibt die Ware dem vom Käufer benannten Frachtführer.
CPTCarriage Paid ToAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer zahlt den Transport bis zum Zielort, das Risiko geht früher über.
CIPCarriage and Insurance Paid ToAlle VerkehrsträgerWie CPT, aber mit Transportversicherung durch den Verkäufer.
DAPDelivered At PlaceAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer liefert an den benannten Ort, ohne Entladung und ohne Importabfertigung.
DPUDelivered at Place UnloadedAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer liefert und entlädt am benannten Ort.
DDPDelivered Duty PaidAlle VerkehrsträgerDer Verkäufer übernimmt auch Importabfertigung, Zölle und Importabgaben.
FASFree Alongside ShipSee/BinnenschiffLieferung längsseits des Schiffes im Verschiffungshafen.
FOBFree On BoardSee/BinnenschiffLieferung, sobald die Ware an Bord des Schiffes verladen ist.
CFRCost and FreightSee/BinnenschiffVerkäufer zahlt Seefracht, Risiko geht im Abgangshafen über.
CIFCost, Insurance and FreightSee/BinnenschiffWie CFR, aber mit Transportversicherung durch den Verkäufer.

Multimodale Incoterms

Multimodale Regeln eignen sich für Straße, Luft, Schiene, Containerseefracht oder kombinierte Transporte. Für die meisten modernen Lieferketten sind sie der natürliche Ausgangspunkt.

EXW - Ex Works

Bei EXW stellt der Verkäufer die Ware in seinen Räumen oder an einem benannten Ort bereit. Der Käufer organisiert Abholung, Verladung, Transport, Ausfuhr, Einfuhr und finale Zustellung.

EXW wirkt für den Verkäufer einfach, ist bei Exporten aber riskant. Wenn der Käufer die Ausfuhr steuert, erhält der Verkäufer nicht immer belastbare Ausfuhrnachweise. Ohne sauberen Ausfuhrnachweis kann die Steuerbefreiung einer Ausfuhrlieferung angreifbar werden.

FCA - Free Carrier

Bei FCA liefert der Verkäufer die Ware an den vom Käufer benannten Frachtführer. Der Ort kann das Werk des Verkäufers, ein Lager oder ein Terminal sein.

FCA ist bei Exporten oft sauberer als EXW, weil der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und die Exportdokumente besser kontrollieren kann. Für Containerverkehre ist FCA häufig die präzisere Alternative zu FOB.

CPT - Carriage Paid To

Bei CPT bezahlt der Verkäufer den Haupttransport bis zum vereinbarten Bestimmungsort. Das Risiko geht jedoch bereits bei Übergabe an den ersten Frachtführer auf den Käufer über.

Kosten und Risiko laufen hier also auseinander. Genau diese Trennung wird in der Praxis oft falsch verstanden.

CIP - Carriage and Insurance Paid To

CIP funktioniert wie CPT, zusätzlich muss der Verkäufer eine Transportversicherung zugunsten des Käufers abschließen. In Incoterms 2020 ist der Versicherungsschutz bei CIP höher angesetzt als bei CIF.

CIP passt, wenn der Käufer möchte, dass der Verkäufer Transport und eine stärkere Versicherung organisiert, ohne dass der Risikoübergang erst am Zielort erfolgt.

DAP - Delivered At Place

Bei DAP liefert der Verkäufer die Ware an den benannten Bestimmungsort. Die Ware steht zur Entladung bereit, aber Entladung und Importabfertigung liegen grundsätzlich beim Käufer.

DAP ist oft sinnvoll, wenn der Verkäufer den Transport bis zum Kunden steuern will, ohne im Bestimmungsland Importeur zu werden. Der Käufer muss aber wissen, dass Einfuhrabgaben, Einfuhrumsatzsteuer und Zollabfertigungsgebühren bei Ankunft auf ihn zukommen können.

DPU - Delivered at Place Unloaded

Bei DPU liefert der Verkäufer die Ware entladen am vereinbarten Ort. Das ist die einzige Incoterms-2020-Regel, bei der die Entladung ausdrücklich beim Verkäufer liegt.

Operativ ist DPU anspruchsvoller als DAP: Der Verkäufer muss sicherstellen, dass er die Entladung am konkreten Ort tatsächlich organisieren kann.

DDP - Delivered Duty Paid

Bei DDP trägt der Verkäufer die maximale Verpflichtung. Er liefert in das Bestimmungsland, übernimmt Importabfertigung sowie Zölle und Importabgaben.

DDP ist aus Kundensicht komfortabel, aber steuerlich heikel. Der Verkäufer kann zum Importeur der Aufzeichnung werden oder eine lokale Umsatzsteuerregistrierung, einen Fiskalvertreter, die Abwicklung der Einfuhrumsatzsteuer und eine saubere Zollstruktur benötigen.

DDP sollte nie als reine Vertriebsklausel gewählt werden. Vorher muss klar sein, wer auf der Zollanmeldung als Importeur erscheint, wer die Einfuhrumsatzsteuer zahlt, ob sie abzugsfähig ist und ob im Zielland eine lokale Registrierung erforderlich wird.

Incoterms nur für See- und Binnenschiffstransporte

FAS, FOB, CFR und CIF sind auf See- und Binnenschiffstransporte beschränkt. Sie sind nicht für Luftfracht, Straßentransport oder Container geeignet, die bereits vor der tatsächlichen Verladung an Bord in einem Terminal übergeben werden.

FAS - Free Alongside Ship

Bei FAS liefert der Verkäufer die Ware längsseits des Schiffes im Verschiffungshafen. Ab diesem Punkt übernimmt der Käufer Verladung an Bord, Seefracht und Risiko.

FAS wird vor allem bei schweren, losen oder nicht containerisierten Waren genutzt.

FOB - Free On Board

Bei FOB liefert der Verkäufer, sobald die Ware im Verschiffungshafen an Bord des Schiffes geladen ist. Das Risiko geht genau zu diesem Zeitpunkt über.

FOB ist bekannt, wird aber häufig falsch für Container verwendet. Wenn der Container an ein Terminal übergeben wird, ist FCA in der Regel konsistenter.

CFR - Cost and Freight

Bei CFR zahlt der Verkäufer die Seefracht bis zum Bestimmungshafen. Das Risiko geht jedoch bereits mit der Verladung an Bord im Abgangshafen über.

Wie bei CPT gilt: Transportkosten und Transportrisiko sind zu trennen.

CIF - Cost, Insurance and Freight

CIF entspricht CFR, ergänzt um eine vom Verkäufer abgeschlossene Transportversicherung. Die Regel bleibt ausschließlich maritim.

CIF ist typisch für Rohstoffe, Massengüter und bestimmte traditionelle Seefrachtgeschäfte. Für E-Commerce, Paketversand oder Luftfracht ist CIF nicht die richtige Klausel.

Verkäufer oder Käufer: wer trägt was?

IncotermHaupttransportVersicherungAusfuhrformalitätenEinfuhrformalitätenHauptrisiko
EXWKäuferKäuferKäuferKäuferKäufer ab Bereitstellung
FCAKäuferKäuferVerkäuferKäuferKäufer ab Übergabe an Frachtführer
CPTVerkäuferKäuferVerkäuferKäuferKäufer ab Übergabe an ersten Frachtführer
CIPVerkäuferVerkäuferVerkäuferKäuferKäufer ab Übergabe an ersten Frachtführer
DAPVerkäuferLaut VertragVerkäuferKäuferVerkäufer bis zum benannten Ort
DPUVerkäuferLaut VertragVerkäuferKäuferVerkäufer bis zur Entladung
DDPVerkäuferLaut VertragVerkäuferVerkäuferVerkäufer bis zum benannten Ort
FASKäuferKäuferVerkäuferKäuferKäufer, wenn Ware längsseits Schiff steht
FOBKäuferKäuferVerkäuferKäuferKäufer, wenn Ware an Bord ist
CFRVerkäuferKäuferVerkäuferKäuferKäufer, wenn Ware an Bord ist
CIFVerkäuferVerkäuferVerkäuferKäuferKäufer, wenn Ware an Bord ist

Incoterms, Zoll und Umsatzsteuer

Der Incoterm sollte immer mit Zoll, Finance und VAT abgestimmt werden. Ein falsch gewählter Incoterm kann operative Reibung, nicht abzugsfähige Einfuhrumsatzsteuer oder ungeplante Registrierungspflichten auslösen.

Der Incoterm bestimmt die Umsatzsteuer nicht allein

Die Umsatzsteuer hängt unter anderem vom Abgangsort, Bestimmungsort, Kundenstatus, B2B- oder B2C-Kontext, Importeur der Aufzeichnung, den Zollbelegen und dem tatsächlichen Warenfluss ab. Der Incoterm ist ein wichtiges Vertragsindiz, aber keine eigenständige Steuerregel. Einen Überblick der anwendbaren Steuersätze bietet unsere Tabelle der Mehrwertsteuersätze in der EU.

EXW kann den Ausfuhrnachweis schwächen

Bei EXW steuert häufig der Käufer Abholung und Formalitäten. Wenn der Verkäufer die Ausgangsbelege nicht zurückerhält, kann er eine steuerfreie Ausfuhrlieferung schlechter nachweisen.

Für Exporte aus der Europäischen Union ist FCA oft robuster als EXW, wenn der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und die Exportdokumentation absichern muss.

DDP kann lokale Umsatzsteuerpflichten auslösen

Bei DDP übernimmt der Verkäufer die Importabfertigung sowie Zölle und Steuern. Je nach Zielland kann ihn das in die Rolle des Importeurs der Aufzeichnung bringen oder eine lokale Umsatzsteuerregistrierung beziehungsweise Fiskalvertretung erforderlich machen.

Vor DDP sollten mindestens diese Punkte geklärt sein:

  • Wer wird auf der Zollanmeldung als Importeur der Aufzeichnung genannt?

  • Wer zahlt die Einfuhrumsatzsteuer?

  • Ist die Einfuhrumsatzsteuer für diese Partei abzugsfähig?

  • Ist eine lokale Umsatzsteuerregistrierung nötig?

  • Akzeptiert der Kunde DAP oder eine andere Regel, wenn DDP steuerlich zu schwer wird?

DAP begrenzt häufig die Importexposition des Verkäufers

Bei DAP behält der Verkäufer die Kontrolle über den Transport bis zum vereinbarten Ort. Der Käufer bleibt aber für Einfuhr, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer verantwortlich.

Das ist oft der bessere Kompromiss, wenn der Verkäufer eine klare Kundenzustellung anbieten will, ohne im Zielland import- und umsatzsteuerlich sichtbar zu werden.

Incoterms müssen vollständig auf den Dokumenten stehen

Damit Vertrag, Bestellung, Rechnung und Transportdokumente zusammenpassen, sollte die Klausel immer vollständig geschrieben werden:

Incoterm + genauer Ort + Version.

Beispiele:

  • FCA Hamburg, Deutschland - Incoterms 2020

  • DAP Wien, Österreich - Incoterms 2020

  • DDP Berlin, Deutschland - Incoterms 2020

  • CIF Hafen Casablanca, Marokko - Incoterms 2020

Ein Incoterm ohne präzisen Ort ist unvollständig. DAP Deutschland oder FOB Europa reicht nicht.

Wie wählt man den richtigen Incoterm?

Die passende Klausel hängt vom gewünschten Kontrollniveau des Verkäufers, der Importfähigkeit des Käufers, dem Verkehrsträger und den steuerlichen Pflichten im Bestimmungsland ab.

SituationHäufig passende KlauselKritischer Punkt
Export mit vom Käufer benanntem FrachtführerFCAAusfuhrnachweise sichern
Verkäufer organisiert Transport, aber keinen ImportDAPKäufer über Abgaben bei Ankunft informieren
Verkäufer bietet Lieferung inklusive Import anDDPVAT-Registrierung, Zollrolle und Vorsteuerabzug prüfen
ContainertransportFCA, CPT, CIP, DAPFOB/CIF vermeiden, wenn Übergabe im Terminal erfolgt
Massengut oder lose Ware im HafenFOB, CFR, CIFNur für See- oder Binnenschiff nutzen
Ware muss entladen auf der Baustelle stehenDPUEntladefähigkeit vorab bestätigen

Häufige Fehler bei Incoterms

Der erste Fehler ist die Wahl nach Gewohnheit. FOB und CIF werden noch immer zu breit verwendet, obwohl sie nur für See- und Binnenschiffstransporte gedacht sind.

Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Transportkosten und Risikoübergang. Bei CPT, CIP, CFR und CIF zahlt der Verkäufer den Haupttransport, obwohl das Risiko deutlich früher auf den Käufer übergehen kann.

Der dritte Fehler ist DDP ohne Vorprüfung. Die Klausel klingt kundenfreundlich, kann aber für den Verkäufer teuer werden, wenn Zollrolle, Umsatzsteuerregistrierung und Abzug der Einfuhrumsatzsteuer nicht sauber vorbereitet sind.

Der vierte Fehler ist ein ungenauer Lieferort. Jeder Incoterm muss an einen konkreten geografischen Punkt gebunden sein: Werk, Lager, Terminal, Hafen, Kundenadresse oder benannter Bestimmungsort.

Fazit

Incoterms 2020 sind unverzichtbar, um Warenverkäufe sauber zu strukturieren. Sie definieren Lieferung, Kosten und Risikoübergang, ersetzen aber keine Zoll-, Umsatzsteuer- oder Vertragsanalyse.

Für internationale Unternehmen ist der richtige Reflex: Incoterm, Logistikschema, Rechnung, Zollanmeldung und Umsatzsteuerbehandlung gemeinsam festlegen. Genau diese Kohärenz verhindert Streitfälle, unerwartete Kosten und spätere Steuerkorrekturen. Siehe unseren Leitfaden zu EORI.

Siehe auch: Umsatzsteuer internationaler Transport


Häufige Fragen

Welche Incoterms-Version gilt aktuell?

Die aktuelle Referenz ist Incoterms 2020. Sie ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten und umfasst 11 Regeln.

Wie viele Incoterms 2020 gibt es?

Es gibt 11 Incoterms 2020: EXW, FCA, CPT, CIP, DAP, DPU, DDP, FAS, FOB, CFR und CIF.

Was ist der Unterschied zwischen DAP und DDP?

Bei DAP trägt der Käufer grundsätzlich Importabfertigung, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer. Bei DDP übernimmt der Verkäufer zusätzlich diese Importpflichten und Abgaben.

Welcher Incoterm ist für einen Export sinnvoll?

FCA ist bei Exporten oft belastbarer als EXW, weil der Verkäufer die Übergabe an den Frachtführer und den Ausfuhrnachweis besser absichern kann.

Bestimmen Incoterms die Umsatzsteuer?

Nein. Incoterms beeinflussen die Analyse, aber die Umsatzsteuer hängt vom realen Warenfluss, den Ländern, dem Kundenstatus, dem Importeur der Aufzeichnung und den Belegen ab.

Warum ist EXW bei Ausfuhren riskant?

Bei EXW organisiert der Käufer häufig Abholung und Ausfuhr. Der Verkäufer erhält dann nicht immer die nötigen Ausfuhrnachweise für eine steuerfreie Ausfuhrlieferung.

Dürfen FOB und CIF für Luftfracht genutzt werden?

Nein. FOB und CIF sind nur für See- und Binnenschiffstransporte vorgesehen. Für Luftfracht, Straße oder multimodale Transporte kommen etwa FCA, CPT, CIP, DAP, DPU oder DDP infrage.

Wie muss ein Incoterm auf der Rechnung stehen?

Die Angabe sollte Regel, genauen Ort und Version enthalten, zum Beispiel `DAP München, Deutschland - Incoterms 2020`.


marie

Über den Autor

Marie Bertrand

Expertin für innergemeinschaftliche MwSt

Expertin für innergemeinschaftliche Mehrwertsteuer bringt Marie Bertrand über 7 Jahre praktische Erfahrung in die Steuerausbildung ein. Mit einer Leidenschaft für die Lehre entschlüsselt sie die europäischen Mehrwertsteuervorschriften — Erklärungen, Intrastat, OSS — und macht sie für Fachleute aller Ebenen klar und umsetzbar.